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Dez 27

Josef Kowatsch: Erdverkabelung gegen Vogelsterben.

 

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3 Kommentare

  1. Josef Kowatsch, BI Hüttlingen.

    Das wollte ich in meinem Artikel sagen: Den Vögeln macht es sehr wohl was aus, wenn sie sich auf die spannungsführenden Leitungen setzen. Das Schulwissen ist veraltet.

  2. Josef Kowatsch, BI Hüttlingen.

    Lieber Herr Buer
    Vielen Dank für die Unterstützung. Auf nur eine Aussage möchte ich eingehen. Sie schreiben u.a.: ..Der Vogel umgreift reflektorisch das Leiterseil, meist mit beiden Füßen gleichzeitig. Bei den hohen Spannungen kommt es zu einem kollateralen Strombrücke durch das eine Bein in den Körper und durch das andere Bein zurück. Natürlich hat das Folgen..”
    Diesen Satz von Ihnen hat mein Physik-Prof. Dr. Mödl vor 40 Jahren so erklärt: Große Vögel sind auch ohne Erdkontakt auf einer hochspannungsführenden Leitung durchaus gefährdet, besonders wenn sie die Füße spreizen. Denn entlang der Leiterstrecke läuft ein kleiner Spannungsabfall. Sollte dieser auch nur ein Hundertstell- Promille betragen, dann durchfließt bereits ein geringer Wechselstrom vom einen Fuß zum anderen den Vogelkörper, was zu einem Verkrampfen der Muskulatur führen kann. (Schockerlebnis). Dass die Leiungen 80C, die neuen bis zu 200 C heiß werden, das wußte er wahrscheinlich noch nicht.

    Josef Kowatsch.

  3. Josef Kowatsch, BI Hüttlingen.

    Zu diesem Aufsatz erreichte mich eine mail des deutschen Ornithologen und Biologen Dr. Friedrich Buer:
    Lieber Herr Kowatsch,
    Sie haben natürlich Recht, dass die Erdverkabelung gut für die Vögel ist (aber auch für die Landschaft und die Menschen). Schon deshalb müssten sich die Naturschutzverbände dafür einsetzen, tun sie aber nicht. Sie beklagen, dass Millionen Vögel jährlich an Stromleitungen umkommen und fordern gleichzeitig neue Leitungen um ihren Ökostrom zu verteilen und die dann noch mehr Vögel umbringen. Die haben die Orientierung verloren.

    Was ich nicht wusste ist, dass die Verkabelung gleich teuer wie die Freileitungen kommt. Ich las bisher immer vom Gegenteil und frage mich, warum nicht längst nur noch Erdkabel verlegt werden. Wie auch immer, letztlich zahlt der Stromkunde und da es kaum ein Produkt oder eine Dienstleistung gibt, für die kein Strom gebraucht wird, werden die Kosten sozialisiert, worunter die Einkommensschwachen überproportional leiden. Deshalb sind keine neuen Stromtrassen sparsamer und sozialer.

    Was die 80 bis 200 °C heißen Freileitungen angeht, erwähne ich immer, dass wir damit Heizdrähte quer durchs Land bekommen, betrieben mit Ökostrom. Irre: Wer stellt schon seinen Elektroheizer in den Garten?

    Der Vogel umgreift reflektorisch das Leiterseil, meist mit beiden Füßen gleichzeitig. Bei den hohen Spannungen kommt es zu einem kollateralen Strombrücke durch das eine Bein in den Körper und durch das andere Bein zurück. Natürlich hat das Folgen. Auch die Luftfeuchtigkeit eine Rolle spielt, was man schon bei Nebel am Knistern hören kann. Diese vielen Entladungen haben chemische Reaktion mit den Bestandteilen der Luft zur Folge. Am Lichtbogen kann man einige dieser Produkte riechen. Auch Vögel haben einen guten Geruchssinn.

    Sicher können Vögel lernen, aber nur, wenn sie überleben, was man an dem massenhaften Vogeltod an spiegelnden und transparenten Flächen sieht, womit ich genauer beschäftigt habe (Spinnennetz-Effekt, UV-Sehen).

    Auf jeden Fall ist Ihr Vorstoß sehr lobenswert: wenn schon neue Leitungen, dann verkabeln. Und wer Menschen, Natur und Landschaft liebt, der wird Ihnen dankbar sein.

    Herzliche Grüße
    Ihr
    Friedrich Buer

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